Die Sperre von Online-Casinos und Sportwetten in Brasilien hat den globalen Glücksspielmarkt erschüttert. Die lizenzierten Anbieter ziehen nun vor Gericht, die Schwarzmarktanbieter nehmen bereits die ersten Kunden an.
Die genauen Ausmaße sind derzeit noch nicht bekannt, doch sollte das Glücksspielverbot von Luiz Inácio Lula da Silva bestehen bleiben, dann gehen Anbietern Milliarden verloren. So wundert es nicht, dass es nicht lange dauerte, bis diese juristisch gegen das Verbot vorgehen.
Der Fall liegt nun dem Obersten Gericht vor. Die Anbieter werden durch zwei Interessengruppen vertreten. Diese argumentieren, dass das Verbot nicht rechtmäßig ist. Zum einen besteht kein Notstand, zum anderen werden Lizenzverträge gebrochen.
Hinzu kommt, dass die brasilianische Regierung keine Studie vollzogen hat, die eine solche Kehrtwende rechtfertigen würde, und obendrein werden Spieler geschädigt, da die Schwarzmarktanbieter sich nicht um Verbote kümmern.
Die illegalen Anbieter zögerten nicht lange und schraubten ihre Bemühungen seit dem Verbot nach oben. Wie das Oberste Gericht entscheiden wird, muss sich zeigen. Die Poker Rooms sind von dem Verbot nicht betroffen, da das Kartenspiel als Geschicklichkeitsspiel gilt.

