Poker-Schulden bei rumänischen Knastkollegen? Boris Becker spricht im Interview mit der Süddeutschen Zeitung über seine Erfahrungen hinter Gittern.
Dass Boris Becker gerne Poker spielt, sollte spätestens seit seiner Zeit als PokerStars-Markenbotschafter bekannt sein. Die Tennislegende trug zwischen 2007 und 2014 das Red Spade. Im Interview mit Sven Michaelsen für die SZ sprach der 57-Jährige über seine Zeit im Gefängnis und wie er dort ebenfalls zu den Karten griff.
In einer dubiosen Runde mit ein paar Rumänen ließ Becker viel Geld liegen. Zumindest viel Geld für Knastverhältnisse. „Nach dem Tennis habe ich eine Zeitlang professionell Poker gespielt und dachte deshalb: Was kann mir schon groß passieren? Es geht doch nur um ein kleines Vergnügen am Rande.
Aber ich habe mit richtigen Verbrechern gepokert, die in meine Zelle kamen und mir eins über die Nase geben wollten, wenn ich nicht zahle. Hätte ein Freund außerhalb des Gefängnisses das Problem nicht mit einer Überweisung gelöst, würde ich heute anders aussehen.“
Konkret ging es um £500, die Boris Becker seinen Mithäftlingen schuldete. Auf die Frage, warum er nicht bei einem Verlust von £50 aufhörte, gab der ehemalige Tennisprofi an, dass er das „Geld zurückgewinnen wollte“.
