Teilruhestand wegen Steuern – Erik Seidel spricht über sein neues Leben

Deutlich weniger Turniere, keine High Roller. Erik Seidel hat sich aufgrund der neuen Steuergesetze für einen Teilruhestand entschieden.

Das Mitglied der Poker Hall of Fame kündigte bereits im letzten Jahr an, dass er deutlich kürzer treten möchte. Grund hierfür ist Trumps “Big Beautiful Bill”. Der Regelkatalog brachte eine Steueränderung, die vor allem High Roller deutlich zu spüren bekommen.

Seit Januar können nur noch 90 % der Verluste angerechnet werden. Dies bedeutet, dass jedes Buy-in die Steuerlast erhöht. Auch wenn am Ende des Jahres nicht einmal ein Gewinn eingespielt wurde.

Im Interview mit CNBC Make It sprach Erik Seidel über die Problematik, die vor allem die High Roller betrifft: „Die Margen sind wirklich, wirklich gering. Als professioneller Pokerspieler hast du nicht einmal die Garantie, am Jahresende einen Gewinn zu erzielen.

Neben der erhöhten Steuerlast kommen steigende Reisekosten hinzu. Aus diesem Grund will Erik Seidel das Spielvolumen deutlich reduzieren. Für dieses Jahr plant Seidel nicht mehr als 40 Buy-ins. Letztes Jahr waren es fast 150. Doch auch bei den Limits tritt der 66-Jährige kürzer.

Ich gehe kleiner, weil ich nicht möchte, dass die Zahlen zu hoch werden, wenn ich nur 90 % absetzen kann. Ich halte mich sehr zurück und vermeide Turniere mit $10.000 und mehr. Also die Turniere, die ich normalerweise spiele, und reise dieses Jahr auch nicht so viel.

Mit mehr als drei Jahrzehnten als Pokerprofi hat Erik Seidel schon genug Erfolge verbucht. Finanziell steht er ebenfalls gut da, so dass der US-Amerikaner sich gut mit dem neuen Leben anfreunden kann. Allerdings ist nicht jeder in der gleichen Lage: “Ich kann es mir leisten, nicht so viel zu spielen, aber für Leute, die viel jünger sind als ich, ist das eine verheerende Sache.

Steuersorgen – Erik Seidel denkt über Poker Ruhestand nach

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