Vereinigten Königreich: Ehemaliger CEO von Entain wegen Bestechung angeklagt

Bestechung, Verschwörung und Betrug. Der britische Crown Prosecution Service hat zehn ehemalig Mitarbeiter von Entain angeklagt, darunter den damaligen CEO Kenny Alexander.

Einige bekannte Namen der Online-Glücksspielbranche sind angeklagt. Grund hierfür ist die Firma Headlong, die zwischen 2011 und 2018 auf dem türkischen Markt aktiv war und damals zum Portfolio von Entain (ehemals GVC Holdings) gehörte.

Entain einigte sich 2023 mit dem Crown Prosecution Service (CPS) sowie dem HM Revenue and Customs (HMRC) auf eine Strafzahlung in Höhe von £615 Millionen (€711,7 Mio.). Damit wurde das Unternehmen vor Haftung geschützt, der Deal beinhaltete jedoch nicht die damaligen Direktoren. Diesen drohen nun strafrechtliche Maßnahmen.

Angeklagt sind unter anderem der ehemalige Chief Executive Officer Kenny Alexander sowie die ehemaligen Direktoren Lee Feldman, Richard Cooper, Robert Hoskin und James Humberstone. Den Personen werden sieben Straftaten vorgeworfen, darunter Bestechung, betrügerisches Handeln, Einkommenssteuerhinterziehung sowie Verschwörung zum Betrug.

Richard Las, der Direktor des Betrugsermittlungsdienstes von HMRC, kommentierte gegenüber The Guardian: „Dies war eine komplexe und internationale Untersuchung. Dies sind ernste Anklagen […].” Entain verwies in einem Kommentar darauf, dass keine der angeklagten Personen mehr für die Firma tätig sei.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen