Paul Gregg soll in mehreren Poker Rooms im großen Stil betrogen haben. Mittels der Software MeshAgent soll er die Hole Cards seiner Gegner sichtbar gemacht haben.
Seit Wochen gibt es bereits Diskussionen über einen neuen Skandal innerhalb der Poker-Community. MTT-Regular Aleksey „Avr0ra“ Borovkov hat nun auf seinem Telegram Kanal Details dazu veröffentlicht.
Der Betrüger soll MeshAgent auf den Rechnern seiner Gegner installiert und sich so Zugriff auf diese verschafft haben. MeshAgent und MeshCentral sind Open-Source-Software, die dem Anwender die Möglichkeit zur Fernwartung geben. Damit lassen sich unter anderem die Bildschirme der infizierten Rechner und somit auch die Hole Cards der Gegner einsehen.
Laut Aleksey Borovkov spielte der Betrüger unter dem Namen Paul Gregg auf GGPoker sowie unter den Namen OxOO, JackKlompus und Ez[Pz] im WPN gespielt haben. Ein weiterer Screenname des Betrügers soll Europe gewesen sein. Der Account soll von Kanada aus betrieben worden sein.
Es wird vermutet, dass Paul Gregg nicht alleine gehandelt hat. Wie die schädliche Software auf die Rechner der High-Stakes-Spieler gelangte, wird derzeit diskutiert. Der Trojaner soll über mehrere Wege auf die Rechner gelangt sein.
In der Poker-Community wird spekuliert, dass ein Poker-Room-Client dafür verantwortlich gewesen sein könnte. Beweise dafür gibt es jedoch nicht. Mehr Details gibt es aktuell auf Twitter. Nutzer WolfSec0x0 gibt an, dass MeshAgent über zwei Poker-Tools in Umlauf gekommen ist.
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I would name and shame both software vendors if they were not actively responding/working on things on their end.From the info I have, no current versions of either software is still serving malicious code.
— WolfSec0x0 (@wolfsec0x0) September 29, 2026
Den ausführlichen Bericht gibt es auf Pastebin zu lesen. Laut WolfSec0x0 wurde MeshAgent im März 2024 zum ersten Mal installiert. WolfSec0x0 arbeitet nach eigenen Angaben mit den Firmen zusammen, die den Trojaner offenbar unwissentlich verbreiteten. Darf man WolfSec0x0 glauben, wurden die Rechner von rund 30 Spielern infiziert. Weitere Details sollen folgen.

