Zeitverzögern ruiniert Poker. Dies glaubt zumindest Matt Savage. Der Turnierdirektor ist der Meinung, dass die dauerhafte Action Clock Standard bei allen Events sein sollte.
Nach der World Series of Poker scheint es einen Mangel an Kontroversen zu geben, sodass eben altbekannte Probleme diskutiert werden. Daniel Negreanu hat sich nach der großen Sommerserie in Las Vegas mehrfach über Angle Shooting geäußert. Dem gebürtigen Kanadier sind vor allem Zeitverzögerungstaktiken ein echter Dorn im Auge.
DNegs hat die Idee einer Schachuhr für Pokerturniere aufgebracht. Anstelle einer Clock und Time-Bank-Marken, haben Spieler eine einzelne Time Bank, die nach und nach aufgebraucht wird. Wie das Konzept technisch umgesetzt werden soll, ist derzeit nicht klar. Es sollte jedoch nicht wundern, wenn GGPoker bereits an der Umsetzung arbeitet.
Matt Savage hat sich nun zu Wort gemeldet und verweist darauf, dass es keine Schachuhr braucht. Der Turnierdirektor ist der Meinung, dass die Action Clock von Protection Poker mehr als ausreichend ist. Diese kommt bei Events der World Poker Tour dauerhaft zum Einsatz.
Statt dass die Uhr erst von einem Spieler oder der Turnierleitung angefordert werden muss, läuft sie bei jeder Entscheidung. „Die Entscheidung für eine Countdown-Uhr wurde nicht leichtfertig getroffen. Ich verstehe, dass manche Entscheidungen mehr Zeit brauchen und dass oft um lebensverändernde Summen gespielt wird.
Doch ich habe immer gesagt: Wenn sie konsequent und für alle gleich gilt, ist sie fair. Ehrlich gesagt hatten wir kaum Probleme mit unseren Action Clocks. Die Dealer und Mitarbeiter, mit denen wir über die Jahre zusammengearbeitet haben, waren hervorragend in der Handhabung des Systems“, so Matt Savage gegenüber der WPT.
Savage gibt an, dass es die Hobbyspieler sind, die eine solche Uhr schätzen und fordern: „Manche behaupten, es seien die Profis, die Countdown-Uhren wollen, weil sie einen Skill-Vorteil hätten. Doch in Wahrheit sind es die Freizeitspieler, die ständig darum bitten, das Spiel zu beschleunigen.
Einige drohen sogar, keine Pokerturniere mehr zu spielen, weil es keinen Spaß mehr macht. In jeder Umfrage, die ich gesehen oder gepostet habe, will die Mehrheit der Spieler das Spiel beschleunigt und Uhren eingeführt sehen.“
Als Chef der Poker TDA will Matt Savage die Action Clock zum Standard in der Industrie machen: „Ich habe die Aussage gemacht, dass Countdown-Uhren bis zum nächsten Sommer Standard sein werden – und ich stehe dazu.
Bei der WPT ändern wir unsere Meinung nicht. In Vorbereitung auf die Diskussionen beim Tournament Directors Association Summit 2026 werde ich diejenigen in der globalen Poker-Community beraten und unterstützen, die Fragen haben.“

