Lowball Poker – Je schlechter, umso besser

Bei Lowball Varianten gewinnt am Ende die niedrigste Pokerhand. Was die niedrigste Hand ist, entscheidet das Wertungssystem. Es gibt Ace-to-Five, Deuce-to-Seven sowie Ace-to-Six.

Alle Lowball-Wertungen haben gemein, dass Paare oder höher schlecht sind. Das Ziel ist also, unkoordinierte HĂ€nde mit niedrigen Karten zu erhalten. Egal ob 5 Card Draw, Omaha oder Stud. Beim Showdown werden die fĂŒnf schlechtesten Karten miteinander verglichen.

Dabei zĂ€hlt die höchste der niedrigsten Karte zuerst. Sollte sie bei mehreren Spielern gleich sein, zĂ€hlt die zweithöchste Karte und so weiter. Spieler sagen ihre Hand mit “X Low” an, wobei X die höchste Wertungskarte ist. Manchmal wird auch”X-Y Low” annonciert, hier nennt der Spieler seine zwei höchsten Karten.

WÀhrend bei High-Varianten ein Straight Flush sehr selten ist, kommt es bei Lowball nicht selten vor, dass am Ende jemand die bestmögliche Hand hÀlt. Oftmals sind die Entscheidungen beim Showdown sehr knapp und es zÀhlt die dritte oder vierte Karte.

Wichtig: Bei High-Low Varianten gibt es in den meisten FĂ€llen einen Qualifier fĂŒr die Low Hand. Also eine obere Schranke, wie schlecht die Low-Hand sein darf, dass sie noch gewertet wird. Im entsprechenden Artikel gehen wir nĂ€her darauf ein.

Ace to 5 Lowball

A-5 Lowball ist auch unter dem Namen California Lowball bekannt. Die beste Hand die A, 2, 3, 4, 5. Dies ist das sogenannte Wheel (Rad). Asse werden immer als 1 gewertet, Straße sowie Flush ignoriert.

Wie bereits erwĂ€hnt, werden HĂ€nde miteinander verglichen, indem die höchste Karte verglichen wird. Danach die zweithöchste und so weiter. FĂŒr AnfĂ€nger ist es hilfreich, sich die HĂ€nde als Zahlen vorzustellen.

Beispiel 1

  • Hand A: A, 2, 3, 4, 8
  • Hand B: 3, 4, 5, 6, 7

Hand B kann als 76.543 gelesen werden. Diese Zahl ist niedriger, als 84.321 (Hand A) und gewinnt somit.

Beispiel 2

  • Hand A: A, 3, 4, 5, 7
  • Hand B: A, 2, 4, 6, 7

Dieses Mal gewinnt Hand A, denn 75.431 ist kleiner als 76.421. Oder anders formuliert. Beide Spieler halten ein 7-Low, doch das 7-5 Low ist niedriger, als das 7-6 Low.

Beispiel 3

  • Hand A: A, 3, 4, 5, 6
  • Hand B: A, 2, 4, 5, 6

Hier gewinnt Hand B. Die Entscheidung fÀllt erst beim Vergleich der vierten Karten.

Deuce-to-Seven Lowball

2-7 Lowball ist auch unter dem Namen Kansas City Lowball bekannt. Wichtig ist, dass Asse immer hoch und damit schlecht sind und eine Straight oder ein Flush gewertet werden. Die bestmögliche Hand ist also 2, 3, 4, 5, 7 wobei es kein Flush sein darf.

Beispiel 1

  • Hand A: 2, 3, 4, 5, 9
  • Hand B: 2, 4, 5, 6, 7

Hand B gewinnt, da 7-Low besser ist als das 9-Low (Hand A).

Beispiel 2

  • Hand A: 2, 3, 5, 6, 7
  • Hand B: 2, 4, 5, 6, 7

Bei diesem Lowball Showdown gewinnt Hand A. Wahrend die drei höchsten Karten bei beiden Spielern gleich ist, so entscheidet die vierte Karte. Der Trick mit dem Zahlenvergleich funktioniert im Übrigen auch hier. 76.532 ist kleiner als 76.542.

Beispiel 3

  • Hand A: 3, 4, 5, 6, 7
  • Hand B: 3, 5, 6, 7, 8

Der Trick mit dem Zahlenvergleich funktioniert leider nicht immer. Spieler A hat eine Straße gemacht und verliert damit gegen jede High Hand, jedes Paar sowie Two Pairs oder Drillinge.

Ace to 6 Lowball

Diese Lowball Variante wird auch London Lowball genannt. A-6 Lowball ist nicht sehr populĂ€rer, doch der VollstĂ€ndigkeit halber gehen wir hier kurz auf das Thema ein. Im Gegensatz zum Deuce-to-Seven sind Asse niedrig und hilfreich fĂŒr den Spieler. Allerdings werden Straight und Flush gewertet und sind somit zu vermeiden.

Hold’em, Stud & Draw – Alle Pokervarianten in der Übersicht

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