Vergangene Woche ist der Staatsanwaltschaft Frankfurt ein Schlag gegen illegales Glücksspiel gelungen. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder begrüßt den Erfolg.
Das illegale Glücksspiel im Netz floriert und nur selten können Behörden gegen die Anbieter vorgehen. Dienstag vergangener Woche gab es jedoch einen großen Erfolg gegen das nicht lizenzierte Spiel.
Mit mehr als 100 Einsatzkräften wurden elf Objekte durchsucht und ein Haftbefehl vollstreckt. Der Einsatz konzentrierte sich auf Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet. Eine verdeckte Ermittlung von mehr als drei Jahren war die Grundlage.
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, sollen zwischen Juli 2021 und Dezember 2023 monatlich mehr als €193 Millionen online gewettet worden sein. Mathias Dahms, Präsident des Deutschen Sportwettenverbandes (DSWV), kommentierte noch am selben Tag:
„Dieser Ermittlungserfolg zeigt eindrucksvoll, welche Dimension der illegale Glücksspielmarkt inzwischen erreicht hat. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Strafverfolgungsbehörden hier mit großem Einsatz vorgehen.“
Nun hat sich auch die GGL zu Wort gemeldet: „Der aktuelle Ermittlungserfolg zeigt, wie wichtig und wirksam die enge Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und Glücksspielaufsicht ist. […]
Die GGL unterstützt zuständige Staatsanwaltschaften im Rahmen von Ermittlungsverfahren mit eigenen Erkenntnissen zu den betroffenen Anbietern und beschuldigten Personen. Es werden Erkenntnisse im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Maßnahmen der GGL gegen die Betreiber mit den Staatsanwaltschaften geteilt. Diese umfassen unter anderem Erkenntnisse aus Maßnahmen zum Payment-Blocking und zu Netzsperren, aus dem Vorgehen gegen die Bewerbung der Angebote sowie zu den technischen und formellen Strukturen der Betreiber.“
Deutschland: Grenzüberschreitende Strukturen gegen illegales Glücksspiel

