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Ein stilisiertes Logo der World Series of Poker, bestehend aus einem stilisierten Pokertisch mit Karten und Chips, umrahmt von einem Kreis mit dem Schriftzug "World Series of Poker" in einer markanten

Poker Hall of Fame – Kritik am neuen Wahlsystem

Das neue Wahlsystem der WSOP Poker Hall of Fame sollte mehrere Spieler in die Ehrenhalle bringen. Niemand hat jedoch an die Wähler gedacht, die keine Stimme abgeben wollen.

Am Dienstag wurde Jason Koon in die Poker Hall of Fame aufgenommen. Dass der US-Amerikaner dies verdient hat, steht außer Zweifel. Dennoch gibt es Kritik am neuen Wahlsystem, denn Koon war der Einzige, der aufgenommen wurde.

Die 34 lebenden Mitglieder der WSOP PHoF durften abstimmen, jeder hatte vier Stimmen. Am Ende haben jedoch nur 25 Wahlberechtigte abgestimmt, sodass lediglich Koon 22 oder mehr Stimmen erhielt.

NominierterStimmen
Jason Koon23
Scott Seiver19
Isai Scheinberg17
Shaun Deeb15
Mike Matusow10
Isaac Haxton9
Chris Moorman4
Justin Bonomo3

Phil Ivey war einer der Wahlberechtigten, der für Jason Koon stimmte. Der US-Amerikaner gab alle vier Stimmen für seinen Kumpel ab. Hätte niemand 22 Stimmen erhalten, hätte die einfache Mehrheit ausgereicht.

Daniel Negreanu kommentierte auf Twitter: „Ich denke, die PHoF-Wähler haben mit Jason Koon die richtige Wahl getroffen, aber ein paar andere hätten ebenfalls aufgenommen werden sollen. Das Ziel des neuen Systems war es, den Rückstand gewissermaßen aufzuholen, aber das System hat versagt.

Der achtfache Bracelet-Gewinner schlägt ein Wahlsystem vor, bei dem die Wähler eine Top-3-Liste für die Poker Hall of Fame bestimmen müssen. Ob jedoch die Wahlberechtigten gezwungen werden können, darf bezweifelt werden.

Einfacher wäre es, die Zahl der Wähler, nicht die der Wahlberechtigten zu nehmen, um die Zwei-Drittel-Mehrheit zu errechnen. Dies würde die Schwelle zum Eintritt senken. Am Beispiel der aktuellen Wahl wären so Scott Seiver sowie Isai Scheinberg aufgenommen worden.

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