WSOP 2025: Phil Hellmuth meckert – Ist Shaun Deeb der unverdiente PoY?

Benny Glaser, Michael Mizrachi, Shaun Deeb – wer ist der echte Spieler des Jahres? Phil Hellmuth hat seine ganz eigenen Vorstellungen und teilt diese auf Twitter.

Die World Series of Poker 2025 endete vergangene Woche. Wie gewohnt werden die Wochen nach dem Spektakel genutzt, um die großen, aber auch die kleinen Probleme zu adressieren. In welche Kategorie Phil Hellmuths jüngste Tirade gehört, muss jeder für sich entscheiden.

Der 17-fache Bracelet-Gewinner griff zum Smartphone und filmte einen Kommentar bezüglich der WSOP Spieler des Jahres Wertung. Wie Hellmuth angibt, will er Shaun Deebs Sieg nicht schlechtreden, allerdings sollen aus seiner Sicht die Regeln geändert werden:

Dies ist eine Kritik an der WSOP Player of the Year-Formel.

Normalerweise hätte ich voll hinter Benny Glasers POY-Sieg gestanden: Gewinner sind Gewinner! Und er hat DREI WSOP Bracelets gewonnen! Doch Michael Mizrachi hat noch mehr geleistet! Er gewann die beiden prestigeträchtigsten WSOP-Turniere: das Main Event und die „Poker Players Championship“.

Hätten die Top 100 Turnierspieler der Welt abstimmen dürfen, bin ich mir sicher, dass 90 % den POY-Titel an „Grinder“ vergeben hätten. Die restlichen 10 % wären für Benny gewesen.

Wie also konnte Shaun gewinnen? (Selbst seine engsten Freunde sagen mir, dass er sich ein wenig schämt.) Ganz einfach: Die Formel ist fehlerhaft!

Phil Hellmuth schlägt daher vor, dass ein zweites Bracelet doppelt und ein drittes Bracelet dreifach gezählt wird. Es dauerte nicht lange, bis sich Shaun Deeb zu Wort meldete. Dieser hat vor allem Probleme damit, dass Hellmuth glaubt, Deeb hätte bei der PoY-Formel Mitspracherecht.

Zunächst einmal: Ich hatte keinerlei Einfluss darauf, dass die WSOP die POY-Formel geändert hat.
Der Wechsel von unbegrenzten Geldplatzierungen zu einer Obergrenze von 10 war nicht meine Entscheidung – und er hat mir mehr geschadet als genützt. Phil hat das selbst zugegeben.

Ich spiele Jahr für Jahr mehr Events bei der WSOP als fast jeder andere. Das alte System begünstigte Spieler wie mich, die ein enormes Volumen bringen. Die neue Begrenzung hat das Feld angeglichen – und ich bin trotzdem oben gelandet.

Phil behauptete auch, „kein Profi glaube, dass der richtige Spieler POY geworden sei“. Das ist schlicht falsch. Ich habe überwältigende Unterstützung von Spielern erhalten, die die Struktur verstehen und den Einsatz live miterlebt haben. […]

  • Mizrachi hatte einen phänomenalen Sommer – Main-Event-Lauf, seinen vierten PPC-Titel, Hall-of-Fame-Aufnahme. Legendär.
  • Benny Glaser war auch brillant – 3 Bracelets. Keine Frage.

Aber POY dreht sich nicht um Best-of-Highlights. Es ist ein punktbasiertes System. Es belohnt stabile Ergebnisse über die gesamte Serie – nicht Beliebtheit oder Narrative. Und nach diesem Maßstab habe ich es verdient.

Ist das System perfekt? Nein. Es muss noch verbessert werden. Ich würde gerne dabei helfen – selbst wenn das meine zukünftigen Chancen verringert. Aber eins ist klar: Ich habe die Formel nicht erfunden – und ich hatte keinen unfairen Vorteil.

Daniel Negreanu meldete sich ebenfalls zu Wort und stimmte zu, dass das System nicht perfekt ist, aber Shaun Deeb eben die Turniere spielt, die ihm die beste Chance bieten, den Spieler-des-Jahres-Titel zu holen.

Ob sich etwas ändern wird, muss sich zeigen. Schon mehrfach wurde die Wertung angepasst, da ein Spieler einen Bracelet Rekord holte, jedoch nicht Spieler des Jahres wurde. Shaun Deeb hatte mehr Deep Runs als Benny Glaser und setzte sich nur knapp gegen den Briten durch.

Obendrein wurde Michael Mizrachi aufgrund seines spektakulären Doubles direkt in die Poker Hall of Fame aufgenommen. Eine höhere Anerkennung gibt es wohl nicht.

World Series of Poker 2025

Datum: 27. Mai bis 16. Juli
Ort: Horseshoe & Paris Las Vegas
Events: 100 live & 30 online
Buy-Ins: $300 bis $250.000; Online Events ab $215
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—> Deeb wird PoY, Mizrachi in die HoF und der Rekord für Glaser

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